Inselreich Rügen

 

 

Weit vorspringende Landzungen, tief ins Land reichende Boddenbuchten, sanft ansteigende holderbuschbestandene Höhenrücken, blühende Salzwiesen, schroffe Klippen und weisse Sandstrände verleihen der reizvollen Halbinsel Mönchgut ihr besonderes Flair.

Was für eine schöne Idee! Im Seebad Binz auf der Ostseeinsel Rügen informiert man sich nicht, wie sonst auf der ganzen Welt üblich, im Tourist Office über die lokalen Sehenswürdigkeiten, sondern man geht ins Haus des Gastes. Hier stehen den Besuchern viele gute Seelen mit Rat und Tat zur Seite. Auch wir begeben uns zum Haus des Gastes, denn von hier startet unsere Jeep-Safari in den südöstlichen Landzipfel der Insel. Gespannt warten wir auf unser Gefährt, denn es ist nicht etwa ein gewöhnlicher Jeep, der mit uns über Stock und Stein über die Insel brausen wird. Ein lautes Hupen mit dem Klang eines alten Dampfschiffes kündigt die Ankunft unserer Fahrzeuge an. Wie zwei behäbige Elefanten nähern sich uns die bulligen, riesigen Geländewagen. Braun gebrannt und gut gelaunt sitzt unser Ranger Volker Barthmann hinter dem riesigen Lenkrad seines offenen, allradgetriebenen Oldtimers der Marke Hanomag. Die kultigen Fahrzeuge sind seltene Sonderanfertigungen und dienten in den 60er-Jahren dem Transport der Bereitschaftspolizei.

Volker hat sich eine ganze Flotte dieser Hanomags zugelegt und bietet auf Rügen Safaris der etwas anderen Art an. «Unsere Ausflüge sind für all diejenigen gedacht, die Rügen aus einer anderen Perspektive und mit andern Augen sehen möchten», erklärt er uns. Er fährt mit seinen Geländewagen in die abgelegensten und unzugänglichsten Winkel der Insel. Auf unserer Tour werden wir das Mönchgut, eine nur 30 km2 grosse Halbinsel im Südosten Rügens, erkunden. Der kleine Inselzipfel bietet mit dem Reddevitzer Höft, dem Hafen Gager, dem Gross Zicker, dem Pfarrwitwenhaus und dem Südstrand von Thiessow eine Fülle von natur- und kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten und Eigentümlichkeiten. Immer wieder verlässt die Gruppe den Jeep, um die letzten Meter zu Fuss zurückzulegen und Unerwartetes zu entdecken.

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